der erste Chemotag (zweite Phase)
viel später als gedacht, wurde dann die erste Chemo vorbereitet
und klar war auch, dass das ganze Prozedere viel länger dauern wird,
als ich es eingeschätzt hatte, aber das konnte ich erst einmal so nehmen,
wie es ist und wusste, dass Widerstand hier völlig zwecklos wäre...
schnell war für mich auch klar,
dass ich manches jetzt mit der netten Schwester alleine regeln möchte
und meinen Mann auf den Weg schicken konnte,
noch so manches für meine Versorgen zu organisieren,
was er dann auch gemacht hat, ohne sich vor den Kopf gestoßen zu fühlen...
trotzdem kam es dann so, wie es kommen musste,
wenn man dann viele Stunden ohne wirklich gute Versorgung
an der Chemo hängt und sein Leben dahintröpfeln sieht,
die Stimmung sank bis in den tiefsten Keller
und alles atmen half kaum mehr über den Kummer...
irgendwechle Aufgaben oder Vorhaben,
wie ein gemeinsames Essen mit Mann, Sohn und Enkeltochter
war nicht mehr denkbar,
nächste Termine in der Klinik vereinbaren oder
Anweisungen für Medikamenteneinnahmen noch aufzunehmen,
das alles war nicht mehr möglich,
ich musste da nur noch raus, ganz schnell und ohne eine Wartezeit,
die eigentlich noch hätte eingehalten werden müssen,
um sicherzustellen, dass ich unbeschadet meines Weges ziehen kann...
die Schwestern haben meinen Zustand zur Kenntnis genommen,
mit einem Auge gesehen, dass ich noch geradeaus laufen kann,
im Eiltempo noch alles geregelt, was zu regeln war
und haben mich ziehen lassen...
und wie es dann abends zu Ende gegangen ist,
das werde ich morgen noch kurz berichten...
LG euch allen in euren Hochs und Tiefs
Gille
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