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und die Zeit dazwischen...

 zwischen erstem und zweitem Chemotag... da ist viel passiert: ich habe mich genau beobachtet uns geschaut mit welchen Nebenwirkungen ich zu kämpfen habe, was wichtig war, um den Ärzten gut rückmelden zu können, aber auch für mich wichtig, denn es ging in einem irre Tempo immer auf und ab und mein "es wird besser" kam mir irgendwann selbst ein bisschen komisch vor... mir die Frage gestellt, wie ich im Augenblick bleibe, um alles kleinschrittig verpackt gut schaffen zu können, was ja vor allem, wenn es immer hoch und runter geht ganz besonders wichtig wird... ich habe eine Stimmungskurven rund um meinen Umgang mit Angst gezeichnet, um zu schauen, ob ich das so gut finde, oder an meinem Muster, an meiner Strategie doch noch etwas verändern zu müssen... wie geht Gesellschaft, wie ich gehe ich mit Krankheit um, auch das war für mich eine ganz wichtige Frage in dieser Zeit und wird mich wahrscheinlich auch durchgängig begleiten...  wie kann ein Ausblick für mich aussehen, den ich ...

der erste Chemotag (dritte Phase)

hier fasse ich den letzten Teil des Tages nur noch kurz zusammen, denn es sind jetzt doch viele Tage vergangen,  bis ich wieder sitzen und schreiben konnte, aber kurz kann ja auch durchaus gut sein... mein Mann kam mir unten schon entgegen und war auf "kümmern" eingestellt, während ich gerne an ihm vorbeigepest wäre, um schnell ins Auto und nach Hause zu kommen, aber ohne viel zu reden oder gar zu fragen, hat er sich als Hindernis in den Weg gestellt, meine Hand genommen und alles so geregelt, dass ich versorgt war, nicht alleine durch meinen Kummer musste und mich so auch relativ schnell beruhigen konnte... nach einer Pause war ich tatsächlich in der Lage, noch eine Runde mit meinem Rad zu drehen, wir konnten den Tag noch einmal gemeinsam durchgehen und fanden viele Momente,  in denen ich meinen Mann aus seiner Sicht  über die Maßen gefordert habe, aber er sich mehrfach auf meine Belange einstellen konnte, ohne die Wallungen zu präsentieren, die ich bei ihm ausgelöst hat...

der erste Chemotag (zweite Phase)

  viel später als gedacht, wurde dann die erste Chemo vorbereitet und klar war auch, dass das ganze Prozedere viel länger dauern wird, als ich es eingeschätzt hatte, aber das konnte ich erst einmal so nehmen, wie es ist und wusste, dass Widerstand hier völlig zwecklos wäre... schnell war für mich auch klar,  dass ich manches jetzt mit der netten Schwester alleine regeln möchte und meinen Mann auf den Weg schicken konnte,  noch so manches für meine Versorgen zu organisieren, was er dann auch gemacht hat, ohne sich vor den Kopf gestoßen zu fühlen... trotzdem kam es dann so, wie es kommen musste, wenn man dann viele Stunden ohne wirklich gute Versorgung an der Chemo hängt und sein Leben dahintröpfeln sieht, die Stimmung sank bis in den tiefsten Keller und alles atmen half kaum mehr über den Kummer... irgendwechle Aufgaben oder Vorhaben,  wie ein gemeinsames Essen mit Mann, Sohn und Enkeltochter war nicht mehr denkbar, nächste Termine in der Klinik vereinbaren oder ...

der erste Chemotag (erste Phase)

 ein Tag, der zeigt, dass ein einziger Tag unglaublich viele Facetten bereithalten kann... er fing entspannt an, denn ich konnte zuversichtlich sagen,  dass ich gut vorbereitet bin,  auf der einen Seite jeden Tag genossen habe,  den ich ohne Chemokeule noch hatte und  auf der anderen Seite viel vorbereitet habe,  auf was ich dann in der Zeit der Belastung leicht zugreifen kann und mir sicher sein, dass ich mit diesen Bausteinen dann auch in der schlappen Zeit etwas Gutes werde machen können, um dem Verfall etwas entgegenzusetzen... später dann in der Praxis zu sitzen und zu wissen,  dass damit der Startschuss in die Schredderphase fällt,  war schon ein Wechselbad der Gefühle und  mit Kummer und Abschied verbunden,  neben der Zuversicht, dass ich gut gerüstet bin... ich saß mit meinem Mann in der Praxis,  der den Einstieg in die nächste Phase unbedingt begleiten wollte,  und für sich klar hatte mich unterstützen und im Blick hab...

und vor geht es immer...

 auch wenn ich manchmal nicht so richtig möchte... heute geht es zur ersten Chemo und das ist schon ein schwerer Gang, weil man weiß, dass man unweigerlich geschreddert wird, um den ungewünschten Tumor auszuschalten...  ich gehe es in kleinen Häppchen an und hoffe, dass die erste Behandlung erst einmal gut zu verkraften ist, alles was ich tun kann, um Nebenwirkungen abzufedern ist getan und ich bin vorbereitet und nicht ausgeliefert, das ist ein gute Gefühl und eine super Basis... und mehr habe ich jetzt erst einmal auch gar nicht zu sagen LG Gille 

zurück kann ich nicht...

mit meinem Lernstübchen fing es an und ich erschloss mir die Bloggerwelt... mein Lernstübchen gibt es bis heute, läuft aber über eine ganz eigene Seite und ist ein fester und wichtiger Bestandteil meines Lebens... und jetzt denke ich darüber nach,  einen ganz neuen Blog zu erstellen und mir all das von der Seele zu schreiben, was mir wichtig ist und gesagt werden möchte, aber im Lernstübchen nichts zu suchen hat, obwohl ich auch da sage, was mir wichtig ist... hier geht es jetzt um mich, um mein Leben und die Frage,  wie ich mit meiner Diagnose "Brustkrebs" umgehe, mit der ich mich ein zweites mal auseinandersetzen muss... die Diagnose gibt es jetzt seit 6 Wochen und in denen ist viel passiert, aber zurück kriege ich nicht gut hin, obwohl ich eigentlich durchaus davon erzählen möchte, was da schon alles geschehen ist... mal sehen, wie es wird, hier ist jetzt erst einmal ein Anfang gemacht und ich kann schauen, was raus will und was aufbauen, wenn es mir lohnend und sinnvoll e...